Beschreibung
KiMU Cobot Werkpartner-Serie
Die KiMU Cobot Werkpartner-Serie umfasst kompakte kollaborative Roboter für Montage, Werkstattarbeit, Maschinenbestückung und wiederkehrende Bearbeitungsschritte. Die Cobots wurden für kleine und mittlere Produktionsbetriebe entwickelt, die Automatisierung nicht als riesige Roboterzelle, sondern als praktische Unterstützung direkt am Arbeitsplatz einsetzen möchten.
Der Grundgedanke passt zum KiMU-Markenprinzip: Robotik, die Menschen stärkt. Die Cobots ersetzen keine Fachkräfte, sondern übernehmen wiederkehrende, körperlich belastende oder besonders gleichförmige Arbeitsschritte. Die Mitarbeitenden behalten Kontrolle, Erfahrung und Entscheidungskompetenz. Der Cobot arbeitet als zusätzlicher Werkpartner daneben.
Die Reihe richtet sich besonders an Betriebe, die schrittweise automatisieren möchten: Werkstätten, Metallbauer, Maschinenbauer, Zulieferer, kleine Serienfertigungen, Montagebetriebe und Unternehmen, die viele ähnliche Arbeitsschritte haben, aber keine vollständig automatisierte Großanlage benötigen.
Vorteile der Serie
- entwickelt für Mensch-Roboter-Zusammenarbeit
- kompakter Aufbau für Werkstatt und Produktion
- geeignet für kleine und mittlere Betriebe
- reduziert monotone Wiederholarbeit
- unterstützt Fachkräfte bei Montage, Handling und Bearbeitung
- keine riesige Roboterzelle notwendig
- einfachere Programmierung als klassische Industrieroboter
- flexibel an bestehenden Arbeitsplätzen einsetzbar
- robuste Bauweise für reale Werkstattbedingungen
- klare Sicherheitskonzepte für kollaboratives Arbeiten
Cobot Werkpartner-Serie Bedienprinzip
1. Aufstellen
Die Cobots werden an Werkbank, Montagetisch, Vorrichtung oder mobiler Arbeitsstation positioniert. Je nach Modell kann der Cobot auf einer festen Bodenplatte, einem Werkbankmodul oder einem rollbaren Cobot-Tisch montiert werden.
2. Werkzeug oder Greifer auswählen
Die Werkpartner-Serie nutzt austauschbare Endeffektoren. Je nach Aufgabe kommen zum Beispiel Greifer, Sauger, Schraubmodule, Halterungen, Werkzeugführungen oder beim W-8 ein Schweißbrenner zum Einsatz.
3. Aufgabe einlernen
Die Bedienperson kann einfache Bewegungen direkt am Arm einlernen. Der Roboter wird von Hand geführt, Positionen werden gespeichert, und wiederkehrende Abläufe können anschließend reproduzierbar ausgeführt werden.
Für komplexere Aufgaben lassen sich Bewegungen über ein Touchpanel oder eine einfache Bedienoberfläche anpassen.
4. Sicher arbeiten
Die Cobots sind für die Zusammenarbeit mit Menschen ausgelegt. Sensorik, Kraftbegrenzung, Geschwindigkeitszonen, Not-Aus und definierte Arbeitsbereiche sorgen dafür, dass der Cobot kontrolliert arbeitet.
Bei Kontakt, Widerstand oder unerwarteter Bewegung reduziert das System die Geschwindigkeit oder stoppt.
5. Prozess ausführen
Nach dem Einrichten übernimmt der Cobot wiederkehrende Bewegungen: greifen, halten, positionieren, zuführen, drehen, führen, schweißen oder begleiten. Die Fachkraft bleibt im Prozess und kann eingreifen, kontrollieren oder nacharbeiten.
TeachMove Control
Einlernsystem, bei dem Bewegungen direkt am Roboterarm vorgeführt und gespeichert werden können.
SafeReach Sensorik
Kraft- und Abstandserkennung für kollaboratives Arbeiten neben Menschen.
ToolDock Interface
Schnittstelle für wechselbare Greifer, Werkzeughalter, Schraubmodule oder Schweißzubehör.
WorkCell Light
Kompaktes Arbeitsplatzkonzept ohne große Roboterzelle, geeignet für Werkbank, Montageplatz oder kleine Fertigungsinseln.
RepeatAssist
Wiederholgenaue Ausführung eingelernter Bewegungen für gleichmäßige Qualität und weniger monotone Arbeit.
KiMU Cobot H-7 „Montagepartner“
Der KiMU Cobot H-7 „Montagepartner“ ist das zentrale Allround-Modell der Werkpartner-Serie. Er wurde für produktionsnahe Montageprozesse entwickelt, bei denen Bauteile gehalten, positioniert, gedreht oder während der Bearbeitung stabilisiert werden müssen.
Im Vergleich zum H-4 bietet der H-7 mehr Reichweite, mehr Tragkraft und mehr Stabilität. Dadurch eignet er sich für größere Bauteile, wiederkehrende Montageabläufe und Arbeitsplätze, an denen Mensch und Cobot direkt zusammenarbeiten.
Der H-7 kann Werkstücke in Position halten, während eine Fachkraft schraubt, misst oder montiert. Er kann ein Bauteil drehen, damit es ergonomischer erreichbar ist. Er kann ein Werkzeug führen oder einen Arbeitsschritt immer wieder im gleichen Winkel begleiten. So entsteht ein echter Montagepartner: Der Mensch bringt Erfahrung, Kontrolle und handwerkliches Urteil ein, der Cobot übernimmt Kraft, Wiederholung und stabile Positionierung.
Anwendung im Arbeitsalltag
Ein typisches Szenario ist die Montage eines Metallgehäuses, eines Maschinenmoduls oder eines Rahmenelements. Das Bauteil ist zu unhandlich, um es ständig manuell zu halten, aber zu individuell, um dafür eine komplette Automatisierungszelle zu bauen.
Der H-7 hält das Bauteil in Position, richtet es aus oder führt es langsam in eine definierte Montagelage. Die Fachkraft kann währenddessen verschrauben, prüfen oder nacharbeiten. Dadurch wird eine zweite haltende Person oft nicht mehr benötigt, und der Arbeitsplatz bleibt trotzdem flexibel.
Der H-7 eignet sich besonders für:
- Bauteile halten und ausrichten
- Werkstücke drehen
- Montagepositionen stabilisieren
- Schraubprozesse begleiten
- Werkzeugführung
- Maschinenbestückung
- Kleinserienmontage
- Unterstützung bei unhandlichen Teilen
- wiederkehrende Handhabungsschritte
Aufstellen und Einrichten
Der H-7 wird auf einer stabilen Basis montiert. Je nach Betrieb kann das eine stationäre Montageinsel, ein robuster Cobot-Tisch oder eine mobile Plattform sein.
Der Einrichtungsprozess läuft in fünf Schritten:
- Montagebereich vorbereiten
Bauteile, Vorrichtung und Sicherheitsbereich werden festgelegt. - Endeffektor auswählen
Greifer, Halter, Drehaufnahme oder Werkzeugführung werden montiert. - Arbeitspositionen speichern
Der Roboterarm wird zu den gewünschten Punkten geführt. - Kraft und Geschwindigkeit einstellen
Unterstützung, Bewegungsradius und Sicherheitsgrenzen werden angepasst. - Gemeinsamen Arbeitsablauf testen
Fachkraft und Cobot führen den Ablauf langsam durch, bevor der Prozess im Betrieb genutzt wird.
Besondere Produktstärke
Der H-7 ist die praxisnahe Lösung für Betriebe, die nicht vollautomatisieren, sondern besser zusammenarbeiten möchten. Er entlastet Fachkräfte bei schweren, unhandlichen oder wiederkehrenden Montageschritten und bleibt dabei flexibel genug für wechselnde Aufgaben.



Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.